TeneFritz: Mein Leben als Bürohund

Bürohund TeneFritz

In der Reihe TeneFritz berichtet Katrin, eine der Gründerinnen von TeneTRIO, vom neuen Alltag, Erfahrungen und Erlebnissen mit ihrem Bully-Welpen Fritz. In diesem Artikel erfährst du alles über Fritz‘ Leben als Bürohund bei TeneTRIO. 

Inzwischen ist Fritz nun schon seit gut sieben Wochen Teil unseres Lebens und wir können uns ein Leben ohne unser quirliges Kerlchen gar nicht mehr vorstellen. Bevor wir uns für einen Hund entschieden, stand die Frage im Raum, was dieser während unserer Arbeitszeiten machen würde.

Da sich bei TeneTRIO natürlich alles um den Hund dreht, war diese Frage jedoch schnell beantwortet: Fritz würde mich tagsüber ins Büro begleiten und unser Bürohund sein. Ina und Sabrina waren mit dieser Lösung sofort einverstanden und freuten sich auch schon sehr auf Fritzis Ankunft.

Fritz als Bürohund

Vorbereitung und Ausstattung

Bevor Fritz das erste Mal zu uns ins Büro kam, machte ich insbesondere mein Büro, aber auch die Küche und den Gemeinschaftsraum so gut wie möglich welpensicher. Da wir erst vor Kurzem in unsere neuen Räumlichkeiten eingezogen sind, hatten wir zum Glück noch nicht so viel Zeug rumliegen. Vor allem in meinem Büro gab es nicht viele Sachen, die ich hoch oder wegräumen musste. Nur die ganzen Stromkabel mussten natürlich irgendwie anders verstaut werden als auf dem Boden herum zu liegen, aber das war zum Glück schnell erledigt.

 

Da Fritz immer sehr aktiv und neugierig ist, fällt es ihm oftmals schwer, zur Ruhe zu kommen in einer Umgebung mit interessanten Ablenkungen, wie sie natürlich in der ganzen Wohnung und auch im Büro zu finden sind. Zu Hause kommt er in seiner Schlafbox am besten auf seine für Welpen so wichtigen Stunden Schlaf. Daher haben wir ihm für die Anfangszeit im Büro ebenfalls eine Box gekauft. In der Metallbox hat er alles gut im Blick und kann trotzdem ruhen ohne dass ihn die nächste Ablenkung nach einer Minute wieder aufstehen lässt. In der Box hat er stets eine Decke oder ein Handtuch, um es sich gemütlich zu machen. Besonders jetzt im Sommer findet er es auch sehr angenehm, wenn das Handtuch etwas feucht ist, da ihm dies etwas Abkühlung im sonnigen Büro schafft. Außerdem habe ich für Fritz natürlich ein weiteres Set an Trinknäpfen geholt und auch stets eine Auswahl an Spielzeug zur Beschäftigung dabei.

 

Gewöhnung an das Büro

Nach drei Wochen zur Eingewöhnung bei uns zu Hause nahm ich Fritz das erste Mal mit ins Büro. Zu Beginn blieben wir meist nur wenige Stunden, auch weil diese Zeit mit der ersten Hitzewelle des Jahres zusammen fiel und es im Büro temperaturtechnisch ab mittags recht unangenehm wurde. Zunächst lernte Fritz nur mein Büro kennen und konnte es erkunden, nach einigen Tagen setzte er seine Entdeckungstour in der Küche und dem Gemeinschaftsraum fort.

In der ersten Woche musste ich mit Fritz noch recht häufig vor das Haus gehen, damit er sich lösen konnte. Obwohl unser Stubenreinheitstraining bis dahin so gut vorangeschritten war, dass es keinen Unfall im Büro gab. Fritz zeigte mir stets an, wenn er musste oder wartete bis wir draußen waren.

Bereits in den letzten beiden Wochen zu Hause hatten mein Partner und ich angefangen für einige Stunden am Tag zu arbeiten, damit Fritz sich daran gewöhnt, dass er nicht immer unsere volle Aufmerksamkeit hat und in dieser Zeit ruhen kann, bis die nächste tolle Aktivität folgt. Daher hatte er nach wenigen Tagen im Büro schon ganz gut verstanden, dass er schlafen kann, während ich am Schreibtisch saß und arbeitete.

Unser Tagesablauf im Büro

Morgens fahren wir entweder mit Fahrrad und Fahrradbox oder mit dem Auto zur Arbeit. Auf dem Weg zum Eingang und der Wiese vor dem Haus kann Fritz noch etwas schnuppern, spielen und sich lösen, bevor wir ins Büro gehen. Dort versorgen wir uns zunächst mit frischem Wasser – seins im Napf, meins in der Karaffe – und lassen frische Luft ins Büro. Wenn ich meinen Computer anschalte und mit der Arbeit beginne, legt Fritz sich dann schlafen oder versucht es zumindest. Man kann merken, dass er müde ist und gerne schlafen würde, aber häufig von den Möbeln oder seinem Kissen abgelenkt wird und dann wieder aufsteht und anfängt zu spielen oder an den Möbeln zu nagen. In solchen Momenten lege ich ihn dann meist in seine Box, in der er dann nach kurzer Zeit tief schläft und so die nötige Ruhezeit hat. Teilweise schläft er dann bis zur Mittagspause durch oder meldet sich zwischendurch noch einmal zum Pipi machen. Aber so ist der Vormittag für Fritz eine sehr ruhige Zeit und ich schaffe viel von meinen täglichen Aufgaben.

 

Mittags begleitet mich Fritz dann nach einer kurzen Pipipause meist in den Gemeinschaftsraum, wo ich mit den anderen Teammitgliedern esse. Fritz beschäftigt sich in dieser Zeit häufig mit einem mit Futter gefüllten Intelligenzball, einem gefüllten Kong oder einem Ochsenziemer, den er liebend gerne kaut. Danach gehen wir noch für eine Toberunde und ein paar kleine Trainingseinheiten der Kommandos und Leinenführigkeit auf die Wiese vor dem Haus.

Da Fritz selbst diese kleine Wiese immer noch wahnsinnig spannend findet und jedes Mal etwas Neues entdeckt und es zur Zeit mittags auch immer sehr warm war, haben wir es noch nicht zu einem größeren Spaziergang außerhalb des Geländes geschafft. Aber in ein paar Wochen werden wir sicherlich schon größere Runden drehen und die Umgebung erkunden.

Nach dieser aktiven Stunde ist Fritz wieder ziemlich k.o. und schläft nochmal viel, entweder direkt auf dem Boden vom Büro oder in seiner Box. Am Nachmittag holt ihn dann meistens mein Partner ab und die beiden fahren gemeinsam nach Hause. Auf dem Heimweg halten sie oft noch an einer großen Wiese, auf der Fritz ohne Leine toben kann, bevor sie nach Hause fahren.

Umstellungen und Schwierigkeiten im Büroalltag

So schön ich es finde, Fritz den ganzen Tag in meiner Nähe zu haben und zwischendurch mit ihm kuscheln zu können oder die Bindung durch kurze Trainings- oder Spieleinheiten zu verbessern, musste ich mich natürlich an den veränderten Alltag erst mal gewöhnen und einiges umstellen, um eine gute Work-Dog-Balance hinzukriegen.

Gerade weil nicht jeder Tag so perfekt wie oben beschrieben läuft, muss man da oft flexibel sein und die anfallende Arbeit durch erhöhte Effizienz in der Bearbeitung der Aufgaben gut machen. Was für Fritz vor allem in der Anfangszeit schwierig war, war das alleine sein, wenn ich das Büro kurz verlassen musste, um mit einer Kollegin zu sprechen oder kurz auf Toilette zu gehen. Zu Beginn ist er jedes Mal wach geworden, sobald ich mich vom Schreibtisch entfernt habe und hat angefangen zu weinen oder zu bellen. Da ich jedoch meist nur wenige Minuten weg war, hat er schnell gelernt, dass das alleine sein gar nicht so schlimm ist. Inzwischen legt er sich oft wieder hin, wenn er sieht, dass ich gehe oder wartet ruhig auf meine Rückkehr. So konnte ich die Zeit, in der er ohne mich im Büro ist, auch langsam ausdehnen. Nach drei Wochen im Büro kann ich ihn schon knapp 20 Minuten alleine lassen.

Auch für das restliche Team war es eine Umstellung, dass ich mein Büro nun mit Fritz teile. Wenn er schläft, wird er zur Zeit meist noch wach, wenn jemand laut ins Büro kommt und kommt dann manchmal nur schwer wieder zur Ruhe. Daher ist es meist besser, kurze oder nicht so dringende Fragen beim Mittagessen zu klären. Für mich hat dies den Vorteil, dass ich nun mit weniger Unterbrechungen meinen Aufgaben nachgehen kann und dadurch mehr schaffe. Die Erkenntnis, dass diese “Stillarbeitszeit” zu einer höheren Effizienz führt, wollen wir daher auch im gesamten Team vermehrt etablieren.

Vorteile eines Bürohundes für Hund, Mitarbeiter und Unternehmen

Forschungen haben ergeben, dass der Alltag eines Hundes im Büro sowohl für den Halter, das ganze Büroteam, den Hund selbst und das Unternehmen mit vielen Vorteilen einhergeht. Das Risiko eines Burnout oder anderer psychischer Erkrankungen kann bei Mitarbeitern durch Bürohunde drastisch gesenkt werden, ebenso wie das Stresslevel und Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch die zusätzliche Bewegung kann die Gesundheit von Hund und Halter generell verbessert werden. Bürohunde tragen zu einer Verbesserung des Betriebsklimas bei und sorgen für motiviertere und flexiblere Mitarbeiter.

Der Hund fühlt sich wohler, weil er auch tagsüber bei seinem Herrchen oder Frauchen bleiben kann, was die Gefahr der Vereinsamung und von Angstgefühlen verringert. Die gemeinsame Zeit im Büro steigert die Bindung zueinander und der Hund kann seine soziale Kompetenz verbessern, da er im Büro mit unterschiedlichen Leuten zusammen trifft. Eventuelle Erkrankungen können schneller entdeckt werden, weil der Hund besser beobachtet wird, als wenn er alleine zu Hause bleiben würde.  

Insgesamt ist Fritz daher ein Glücksfall für das ganze Team von TeneTRIO und wir sind sehr dankbar, dass er unseren Büroalltag durch seine Anwesenheit und Flausen im Kopf auflockert und bereichert.

Quelle: http://xn--bv-brohund-deb.de/vorteile-von-buerohunden/

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