Spaziergänge mit deinem Vierbeiner und was es zu beachten gilt

Der goldene Herbst hat ja inzwischen Einzug gehalten und die Gassi-Runden mit euren Lieblingen führen euch durchs bunte Laub und farbenfrohe Wälder. Doch vielleicht wartet schon hinter dem nächsten Baum ein Inspektor des städtischen Ordnungsamtes auf euch. Kleiner Tipp: Gerne sind Ordnungsamt-Mitarbeiter auch mal in Zivil unterwegs, um Täter auf frischer Tat zu erwischen. Erst kürzlich wurde in Potsdam wieder eine Schwerpunktkontrolle durchgeführt. Damit ihr für den Fall der Fälle gewappnet seid, haben wir euch im Folgenden ein paar Informationen zusammengetragen, wenn ihr mit eurem Hund unterwegs seid (Hier gehts zur Zusammenfassung).

Denkt bitte daran, dass ihr als Hundehalter zum sofortigen Entfernen von Hundekot verpflichtet seid. Auf öffentlichen Wegen und Plätzen solltet ihr auch immer in der Lage sein, euren Hund zu euch zu rufen bzw. euren Hund auch dort anzuleinen, wo kein Leinenzwang gilt. Dieser gilt je nach Bundesland in unterschiedlichen Situationen und Umgebungen. In Brandenburg muss beispielsweise in Einkaufszentren und Fußgängerzonen die Leine immer angelegt sein. Diese muss reißfest und darf nicht länger als zwei Meter sein. Euer Hund sollte zudem mit einem Halsband ausgestattet sein, an dem ein Anhänger oder eine Marke mit dem Namen und der Adresse vom Frauchen bzw. Herrchen zu finden sein muss, sollte euch euer Liebling doch mal ausbüxen.

Für alle Hunde, egal ob groß oder klein, gilt die Pflicht zur Steueranmeldung, weshalb ihr die Steuermarke immer am Mann haben müsst, wenn ihr mit eurer Fellnase unterwegs seid. Darüber hinaus müsst ihr einen Nachweis für die Anmeldung eures Vierbeiners beim Ordnungsamt erbringen können, wenn ihr einen 40/20-Hund führt. Das heißt, wenn die Schulterhöhe mindestens 40 cm beträgt oder euer Vierbeiner mindestens 20 kg wiegt. Diese Hunde müssen dauerhaft mit einem Mikrochip-Transponder gekennzeichnet sein.

Nicht zu verwechseln damit ist die Anmeldepflicht für die Plakette beim Führen gefährlicher Hunde. Diese Hunde müssen am Halsband zusätzlich eine rote Plakette tragen. Wurde für den Hund der Nachweis erbracht, dass er nicht als gefährlich einzustufen ist („Negativzeugnis“), erhält er stattdessen die grüne Plakette. Unter folgendem Link könnt ihr euch die verschiedenen Hundehalterverordnungen der einzelnen Bundesländer anschauen, um zu sehen welche genauen Bestimmungen bei euch gelten.

Wenn ihr mit eurem Hund eine größere Runde dreht, empfiehlt es sich, zusätzlich zur Pflichtausstattung eine Wasserflasche und einen Faltnapf dabei zu haben, falls euer Vierbeiner zwischendurch durstig wird. Auch ein kleines Erste-Hilfe-Set mit Verbandsmaterial, Desinfektionsspray und Zeckenzange kann hilfreich sein, wenn sich dein Liebling während der Wanderung verletzt.

Falls ihr auf dem Weg zur schönsten Gassi-Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid, bedenkt bitte, dass mitunter auch Maulkorbzwang für Hunde im Allgemeinen gelten kann, wie zum Beispiel in Brandenburg. In vielen Bundesländern gilt dieser auch während der ganzen Gassi-Runde für manche Rassen und als gefährlich eingestufte Hunde.

Solltet ihr eine der Pflichtanforderungen nicht erfüllen können, bleibt es im besten Fall bei einer Verwarnung. Es drohen aber auch Bußgeldbescheide in Höhe von mindestens 15 bis hin zu mehreren tausend Euro. Daher solltet ihr immer auf eine spontane Kontrolle vorbereitet sein!

In unserer Infografik haben wir die Tipps noch mal für euch zusammengefasst. Um diese als pdf-Datei herunterladen zu können und für weitere Tipps rund um deinen liebsten Vierbeiner, laden wir dich zum Abonnieren unseres Newsletters ein!
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Bildquellen:
Hund mit Regenschirm: otsphoto
Hund beim Spaziergang: K. Thalhofer

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