Unsere Checkliste für deine Hundeapotheke

Hundeapotheke im Erste-Hilfe-Koffer untergebracht

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Wieso ist eine Hundeapotheke wichtig? 

Wenn du deinen Hund schon länger hast, weißt du, dass er sich schnell mal eine kleine Verletzung beim Toben oder eine leichte Erkrankung einfängt. Um diese schnell selbst versorgen zu können, ist eine Grundausstattung für die Hundeapotheke entscheidend. Dies kann dir manchen Gang zum Tierarzt ersparen und damit den Geldbeutel und die Nerven schonen.

Vorab sei jedoch schon angemerkt, dass du bei ernsten Verletzungen und Krankheiten immer sofort deinen Tierarzt aufsuchen solltest. Sonst riskierst du, dass dein Hund dauerhafte Probleme davonträgt und das willst du ja sicher auf keinen Fall!

Helferchen gegen Parasiten in der Hundeapotheke

Eins der häufigsten Probleme im Hundeleben ist sicher der Befall durch unliebsame Parasiten. Egal, ob es sich um Zecken oder Flöhe handelt – ihr wollt sie nur schnell wieder loswerden. Daher gehören flache und spitze Pinzetten, eine Zeckenzange und ein Flohkamm zu deiner Grundausstattung für die Hundeapotheke. Um die ungewollten Krabbeltiere besser entdecken zu können, kann sich auch eine Lupe anbieten.

Zur Entfernung von Zecken solltest du wirklich nur die speziellen Zeckenzangen verwenden, da du die Zecken mit einer normalen Pinzette leicht zerquetschen kannst. Dies erhöht das Risiko für die Übertragung von Krankheiten auf deinen Hund, zum Beispiel Borreliose und Zeckenparalyse.

Hundeapotheke bei Parasitenbefall deines Hundes

 

Ausstattung der Hundeapotheke bei Verletzungen

Wenn sich dein Hund beim Spielen mit seinen Artgenossen oder beim Entdecken der Natur eine oberflächliche Wunde zugezogen hast, kannst du diese gut selbst behandeln. Beachte dabei unbedingt, dass eine Bisswunde keine oberflächliche Wunde ist. Auch wenn der Biss von außen nur nach einer kleinen Verletzung aussieht, kann die Wunde dennoch sehr tief sein und sollte daher immer vom Tierarzt untersucht werden.

Hunde spielen im Winter im Schnee

 

Kleine Schürfwunden solltest du zunächst reinigen, damit sich die Wunde nicht infiziert. Du kannst dafür ein antiseptisches Spray verwenden, das du direkt auf die Wunde sprühst oder auf einen Wattebausch und mit diesem die Wunde reinigst. Das Spray sollte möglichst ohne Alkohol sein, da es sonst unangenehm brennt für deinen Hund. Ein Alternative ist auch Iodsalbe, die neben Hautwunden auch im Maulbereich angewendet werden kann. Die desinfizierende Salbe trägst du am besten mit einem Wattestäbchen auf. Diese hat man zwar meist sowieso zu Hause, aber leg dir am besten ein paar der Stäbchen in die Hundeapotheke, dann hast du sie sofort griffbereit. Ein weiteres Mittel zur Wundbehandlung ist eine Propolistinktur, die die Wunde ebenfalls desinfiziert und aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht.

Damit die Wunde anschließend gut abheilt, ist eine gute Wundpflege wichtig. Dafür kannst du eine einfache Wundheilsalbe, wie zum Beispiel Bepanthen verwenden. Auch handelsübliche Zinksalbe kannst du bei deinem Hund auftragen. Diese wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.

Decke die Wunde am besten mit einem leichten Mullverband ab, damit dein Hund sie nicht schnell wieder aufkratzt. Verbandszeug gehört daher auch in jede Hundeapotheke. Zusätzlich zu den Mullbinden solltest du Klebepflaster zur Fixierung und eine Verbandsschere zum einfachen Entfernen des Verbands bereithalten. Dabei kannst du zum Beispiel auch die Schere aus einem alten Erste-Hilfe-Set aus deinem Auto verwenden. Wenn dein Hund sehr dazu neigt, an seinen Wunden zu nagen und beißen, solltest du auch eine Halskrause für ihn zur Hand haben.

Für Verletzungen an den Pfoten benötigst du zusätzlich für deinen Hund passende Hundeschuhe, alternativ kannst du auch eine saubere Socke verwenden. Sollte er sich in Nähe der Zehen oder direkt an den Krallen verletzt haben, brauchst du eine kleine Schere für das Fell zwischen den Zehen sowie eine geeignete Krallenschere und Krallenpfeile, falls du die Kralle an dieser Stelle nicht schneiden kannst.

Wenn du siehst, dass dein Hund leicht humpelt oder sich nicht so agil bewegt wie normal, kann es sich um eine Verstauchung oder Zerrung handeln. Bei solchen Verletzungen oder ähnlichen Muskelschmerzen kannst du deinem Hund mit einem schmerzlindernden Gel helfen. Sehr beliebt ist dabei Traumeel, welches ein homöopathisches Gel aus Arnika und Beinwell ist. Dieses wirkt zusätzlich entzündungshemmend und kann auf die Haut aufgetragen werden. Decke die Stelle am besten mit einem leichten Verband ab, damit das Gel länger wirken kann.

Solltest du dir unsicher sein, um was für eine Verletzung es sich handelt und wie die richtige Behandlung aussieht, dann wende dich lieber an deinen Tierarzt, um spätere Komplikationen zu verhindern.

Wenn Hundeapotheke nicht reicht, dann muss der Tierarzt her

 

Vorbereitung der Hundeapotheke bei Krankheiten 

Bei ernsteren Krankheiten solltest du zunächst immer deinen Tierarzt aufsuchen, der mit dir die richtige Behandlung und Wahl der Medikamente besprechen wird. Wenn du an der Verwendung homöopathischer Mittel interessiert bist, kann er dir sicher eine Alternative nennen. Starke Medikamente für deinen Hund solltest du nicht auf Vorrat lagern und ohne Absprache anwenden. Bei leichteren Medikamenten für die eigene Anwendung solltest du darüber hinaus immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten, bevor du sie deinem Hund verabreichst.

Um zu erkennen, ob dein Hund an Fieber leidet, solltest du unbedingt ein Fieberthermometer für ihn zu Hause haben. Verwende dafür aus hygienischen Gründen nicht das gleiche wie für dich und deine Familie. Die normale Körpertemperatur des Hundes liegt mit 38-38,5°C höher als beim Menschen und kann von Hund zu Hund leicht variieren. Bei Welpen liegt die Körpertemperatur generell etwas höher, bei einem ausgewachsenen Hund sollte man jedoch ab 39°C den Tierarzt aufsuchen.

Um einen Vergleichswert zu haben, miss am besten einmal die reguläre Temperatur deines Hundes. Die Temperatur wird rektal gemessen, wobei du das Fieberthermometer vorher mit etwas Vaseline einreibst und vorsichtig vorgehst. Am besten hilft dir jemand, den Hund festzuhalten und beruhigend auf ihn einzureden, während dieser unangenehmen Prozedur.

Eines der häufigsten Krankheitsbilder beim Hund ist Durchfall. Dieser kann unterschiedliche Gründe haben und in Kombination mit Fieber zum Beispiel auf einen Wurmbefall hindeuten. In diesem Fall solltet ihr zum Tierarzt gehen. Auch wenn du den Verdacht hast, dass sich dein Hund mit etwas vergiftet haben könnte, solltest du sofort den Spezialisten aufsuchen.

Handelt es sich jedoch lediglich um leichten Durchfall, weil dein Hund zum Beispiel sein neues Futter nicht so gut verträgt, solltest du ihn für diesen Tag auf Diät setzen und nichts weiter füttern. Am nächsten Tag kannst du deinem Hund dann zum Beispiel die Morosche Karottensuppe zubereiten, die oftmals sehr gut gegen den Durchfall wirkt. Wenn diese Behandlung keinen Erfolg zeigt, solltest du auch in diesem Fall deinen Tierarzt zur Rate ziehen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass du kleinere Wehwehchen gut selbst behandeln kannst, bei Unsicherheiten und schwereren Verletzungen und Krankheiten solltest du jedoch immer den Tierarzt deines Vertrauens aufsuchen.

Mit der Zeit wirst du sicher auch mehr Erfahrungen sammeln und deinen Hund besser einschätzen lernen, um zu wissen, wie du dich in einer Notsituation verhalten musst.

Wir haben unsere Checkliste für dich in der folgenden Infografik noch einmal übersichtlich zusammengefasst. Um die Datei im pdf-Format herunterladen zu können, trag dich für unseren Newsletter ein.

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Bildquellen: DoraZett (Hundeapotheke), sushytska (sich kratzender Hund), K. Thalhofer (spielende Hunde), didesign (Tierärztin)

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